Die Sprengung von Munitionsaltlasten bedroht besonders die vom Aussterben bedrohten Ostsee-Schweinswale
Nach Schätzungen von Experten wurden unmittelbar nach dem II Weltkrieg von den Alliierten zwischen 400.000 und 1,3 Mio. Tonnen Altmunition in Nord- und Ostsee versenkt. Neben TNT enthalten die Rüstungsaltlasten auch Schwermetalle und tödliche Nervengase.
Zur Beseitigung der mittlerweile stark korrodierten Seeminen, Torpedosprengköpfe oder Artilleriegranaten greifen die Behörden meist zum einfachsten und kostenkünstigsten Mittel:
Der Sprengung
In mehreren Anläufen protestierte die GRD gemeinsam mit dem NABU Schleswig-Holstein, der Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere (GSM) und dem BUND Mecklenburg-Vorpommern gegen die Sprengung von Altmunition in der Ostsee.
Schleswig-Holstein zeigte erfreulicherweise ein hohes Verantwortungsbewusstsein und verhängte ein vorläufiges Moratorium. Der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus, sicherte immerhin zu, dass Sprengungen zukünftig nur noch in Einzelfällen und als allerletzte Möglichkeit durchgeführt würden.
Die Umweltverbände fordern die Bergung und Vernichtung der Altmunition an Land und für Fälle, in denen dies nicht möglich ist, die Durchführung effektiver Lärmminderungsmaßnahmen, damit sichergestellt ist, dass Meeressäugetiere nicht zu Schaden kommen.
Am 12. Juli 2007 nahm das Europaparlament, auf Initiative der Grünen, die Forderungen der Umweltverbände zum Umgang mit Altmunition in der an die EU-Kommission gerichteten Resolution "On a future maritime policy for the European Union: a European vision for the oceans and seas" auf.
Grafik: SZ, Quelle S.Nehring |
Kampagne "umweltgerechte Entsorgung von Munitionsaltlasten" |
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Hintergrundinformationen Munitionsaltlasten in der Ostssee |
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Die Kampagne in den Medien |
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