Ungewöhnlicher Fund vor Westfrankreich: Auf einer kleinen Insel ist ein toter Baby-Orca angespült worden. Der 2,5 Meter lange und 200 Kilo schwere Schwertwal habe noch keine Zähne gehabt und sei mit einem Teil der Nabelschnur entdeckt worden, teilte das französische Strandungsnetzwerk RNE auf der Insel Oléron mit.
Möglicherweise habe das Wal-Baby seine Mutter verloren und sei dann verhungert. Laut dem Netzwerk ist es in der Region äußerst selten, dass tote Orcas angeschwemmt werden. In den vergangenen 15 Jahren habe es nur zwei weitere Fälle gegeben.
Orcas, die größte Delfinart, sind weltweit anzutreffen. Am häufigsten kommen sie in arktischen und antarktischen Gewässern vor. Sie können bis zu acht Meter lang und neun Tonnen schwer werden.
Quelle: rp-online.de
Vor der Küste Patagoniens sind rund 50 Pilotwale (Globicephala) verendet. Mitarbeiter der regionalen Umweltbehörde hätten die toten Tiere in der Bustamante-Bucht, mehr als 1000 Kilometer südlich von der Hauptstadt Buenos Aires, entdeckt, berichteten nationale Medien. Woran die zwischen drei und acht Meter langen Pilotwale gestorben sind, war zunächst unklar. Äußere Verletzungen wiesen die Tiere nicht auf.
Die unter dem Namen "Pilotwal" sehr bekannte Delfinart ist in dieser Bucht normalerweise nicht heimisch, sagte ein Mitarbeiter der patagonischen Umweltbehörde.
Quellen: dpa
An einem Strand bei Montevideo in Uruguay sind etwa 20 tote Delfine angespült worden. Die Borneo-Delfine (Lagenodelphis hosei), auch Frazer's Dolphins genannt, tauchten am Wochenende am Strand von Piriapolis auf, wie Richard Tessore von der Umweltschutzorganisation SOS-Marine Life Rescue am Dienstag sagte.
Borneo-Delfine leben üblicherweise in tropischen Gewässern. Wie sie in die kühlere Region vor Uruguay gelangten, war zunächst nicht klar. Experten halten es für möglich, dass sie die Orientierung verloren oder von einer veränderten Strömung dorthin getrieben wurden. Nach Angaben der US-Tageszeitung "Miami Herald" wird vermutet, dass sich die Tiere verirrt haben oder von wechselnden Wasserströmungen in den Südatlantik geführt worden seien. Borneodelfine sind erst seit 1956 als Art bekannt und werden durch das Washingtoner Artenschutzabkommen international geschützt.
Quellen: AP/dts | Foto: ap
Von Mitte Juli bis in den frühen August strandeten nach Informationen der Turkish Marine Research Foundation (TUDAV) und der Universität von Istanbul entlang der 200 km langen türkischen Schwarzmeerküste mindestens 114 Delfine (Große Tümmler, Gemeine Delfine) und Schweinswale und starben.
Die meisten Tiere wurden tot angespült. Als Ursache vermuten Wissenschaftler eine Virusinfektion.
Quelle: TUDAV
Umweltschützer mussten Kampf vor der Küste Südafrikas aufgeben: Nur wenige der gestrandeten Wale konnten wieder ins offene Meer gebracht werden.
Bis zuletzt harrten hunderte Menschen im eisigen Wasser aus und zerrten verzweifelt an den tonnenschweren Leibern. Doch der Wettlauf gegen die Zeit ging verloren: Auf der Kap-Halbinsel in Südafrika sind mehr als 40 gestrandete Wale (Grindwale und Kleine Schwertwale) erschossen worden. Zuvor hatten Tierschützer, Wissenschafter und Freiwillige einen Tag lang alles versucht, um die Tiere zurück in den Atlantik zu bringen. Ein Polizist setzte dem Todeskampf der Wale am Strand von Kommetjie schließlich ein Ende. Er erschoss 41 oder 42 der Wale, berichtete die Zeitung "Cape Argus".
Der Meeresbiologe Mike Meyer sagte, dies sei die humanste Lösung gewesen, die sonst langsam an Organversagen gestorben wären. Nan Rice von der regionalen Schutzgruppe für Delfine pflichtete ihm bei: "Ich fühle mich ziemlich traurig, aber es ist der richtige Weg", sagte sie der südafrikanischen Nachrichtenagentur SAPA. Insgesamt waren 55 bis zu fünf Tonnen schwere Wale gestrandet, nur wenige fanden den Weg zurück ins offene Meer.
Am Samstag )30.05.) in der Morgendämmerung schwammen erst nur ein paar, später immer mehr Wale ins seichte Wasser in der Nähe von Kapstadt - auch schwangere Weibchen und gerade geborene Kälber. "Sie sind wie Schafe. Wenn einer an Land schwimmt, folgen ihm die anderen", sagte Meyer dem "Cape Argus". Tierforscherin Meredith Thornton von der Universität Pretoria vermutete einen Rechenfehler im eigentlich ausgefeilten Navigationssystem der Wale. Vielleicht sei das Leittier, meist ein Weibchen, auch krank gewesen. An Australiens Küsten stranden häufig Wale. In Südafrika passiert das seltener, vor allem in dieser Größenordnung.
Als die Nachricht von dem Drama an der Küste die Runde machte, eilten hunderte Menschen nach Kommetjie. In Neoprenanzügen stiegen sie ins eiskalte Wasser, um den Meeressäugern mit bloßen Händen zu helfen. Mit schweren Baumaschinen wurden einige Wale zurück ins Wasser geschoben. Manche Helfer schwammen mit den Säugern bis weit hinaus, doch jedes Mal machten die Tiere eine Kehrtwende. Für die meisten war das der Untergang. Als die Schüsse des Polizisten dem Drama am Strand ein Ende setzten, schrien viele der erschöpften Helfer auf und brachen in Tränen aus.
Wale verfügen wie Delfine über einen Tiefenmesser, ein Echolot. Die Tiere geben Schallwellen ab, die zurückgeworfen werden, wenn sie auf ein Hindernis treffen. Sonargeräte und seismische Schallerzeuger, wie sie zur Suche nach Rohstoffen oder feindlichen U-Booten eingesetzt werden, können das empfindliche Gehör der Wale schädigen. Auch bei dem aktuellen Fall in Südafrika vermuten Beobachter eine "Lärmverschmutzung", nachdem es in der vergangenen Woche in der False Bay auf der anderen Seite der Kap-Halbinsel eine Marine-Übung gegeben hatte.
Quelle: kleinezeitung.at
Foto: Reuters
In Australien ist am 23.03.09 erneut eine Gruppe von Gewöhnlichen Grindwalen (Globicephala melas) in seichtes Wasser geraten und gestrandet. Als Helfer an dem abgelegenen Strand im Südwesten des Landes eintrafen, lebten von den 80 Meeressäugern nur noch 25. Bis zum Nachmittag waren weitere 8 Tiere verendet. Am 24.03.09 blieben noch 11 Grindwale, um deren Überleben die Helfer sich bemühten, ein Tier aus dieser Gruppe musste dann am Nachmittag eingeschläfert werden. Die überlebenden 10 Tiere schienen sich nach ihrer Freilassung in der Flinders-Bucht wieder in tiefere Gewässer zu begeben. Am Morgen des 25.03.09 jedoch, strandeten sechs Tiere aus dieser Gruppe erneut an einem unzugänglich Strand 6 km östlich der Stadt Augusta. Zwei verstaben nach kurzer Zeit, die übrigen vier mussten eingeschläfert werden. Die restlichen vier Grindwale haben es offenbar geschafft, allerdings wurde einer von ihnen von einem Hai angegriffen. Hamelin Bay liegt rund 270 Kilometer südlich von Perth an der australischen Westküste. Der Strand von Hamelin Bay bleibt vorerst geschlossen, die Behörden befürchten, dass die Massenstrandung Haie angelockt haben könnte
In ersten Meldungen berichtete das Department of Environment and Conservation noch, es habe sich um eine Gruppe bestehend aus Kleinen Schwertwalen (Pseudorca crassidens), auch False Killer Whales genannt, und Großen Tümmlern gehandelt. Diese Information wurde später korrigiert. Kleine Schwertwale und Gewöhnliche Grindwale ähneln sich zwar, sind auf Grund des beträchtlichen Größenunterschieds aber gut auseinanderzuhalten. Westaustralien ist allerdings ein bekanntes Strandungsgebiet für Kleine Schwertwale, in den Jahren 1986, 1988, 2002 und 2005 kam es hier zu Massenstrandungen dieser Delfinart.
Wildschützer hatten die Flinders-Bucht zur Freilassung gewählt, weil sie geschützt und weit genug von der Hamelin-Bucht entfernt ist. Es passiert immer wieder, dass gestrandete Wale oder Delfine sich wiederholt an denselben Strand werfen.
Die oftmals mysteriösen Strandungen von Walen und Delfinen sind ist nach den Worten der australischen Meeresforscherin Karen Evans "eines der wunderlichsten biologischen Rätsel". Evans stellte fest, dass die Zahl der Strandungen in Südostaustralien alle zehn Jahre steigt, im Gleichschritt mit besonders starken Süd- und Westwinden. Mit den Winden geraten nahrungsreiche Gewässer in Küstennähe. Das locke mehr Wale und Delfine an als in anderen Jahren und damit steige die Gefahr, dass Tiere stranden.
Erst Anfang März waren nördlich von der australischen Insel Tasmanien fast 200 Grindwale und mehrere Große Tümmler Delfine gestrandet. Für 140 Grindwale kam jede Hilfe zu spät, die anderen Tiere konnten mit vereinten Kräften von Helfern und Wildhütern zurück ins Meer bugsiert werden.
Quellen: welt-online.de/tz-online.de/20min.ch/Department of Environment and Conservation
Foto: AFP
-> Bericht auf 20min.ch mit Video
Auf einer Insel im Süden Australiens sind fast 200 Grindwale und mehrere Delfine gestrandet. Die Zahl ist nach Angaben von Tierschützern ungewöhnlich hoch. Die Tiere hatten sich am späten Sonntag in das seichte Wasser vor der Insel King Island zwischen Tasmanien und dem Festland verirrt. Freiwilligen und Wildschützern gelang es, 48 Grindwale und die sechs gestrandeten Delfine zurück ins Meer zu schieben, teilte die Umweltbehörde Tasmaniens mit. Für mindestens 140 Grindwale kam dagegen jede Hilfe zu spät.
Die Tiere lagen am Morgen bei Ebbe vollständig auf dem Trockenen, die Flossen ragten in die Luft. "Grindwale sind eigentlich robuste Tiere", sagte der australische Wildschützer Chris Arthur im australischen Rundfunk. "So lange sie noch leben, haben sie eine Chance."
Am Naracoopa-Strand waren seit dem Morgengrauen mehr als 150 Anwohner im Einsatz, um die Tiere feucht zu halten und mit Tüchern abzudecken, um sie vor der Sonneneinstrahlung zu schützen. Unter der Anleitung von Experten wollten sie helfen, die Tiere bei Flut wieder ins tiefere Wasser zu bugsieren. Am Dienstag, den 03.03.09, kämpften Wildschützer noch um das Leben eines einzelnen Tieres. Sie brachten den orientierungslosen Grindwal zurück ins seichte Wasser, um ihn zu stabilisieren. Bei der nächsten Flut sollte er dann ins tiefe Wasser zurückgeschoben werden.
Einer der freiwilligen Helfer sagte im Lokalradio, die Tiere seien auf einem besonders flachen Strandstück gestrandet. Der Weg ins tiefe Wasser sei deshalb besonders weit. Es ist das vierte Mal seit November, dass nordwestlich von Tasmanien Wale strandeten, allerdings waren die Gruppen nie so groß. Über die Gründe für die Verirrung der Tiere streiten Experten noch. Als mögliche Ursache wird vor allem Unterwasserlärm, verursacht von militärischen Sonaren wie sie U-Boote einsetzen bzw. die zum Aufspüren von U-Booten eingesetzt werden, oder Schiffslärm diskutiert. Unter Wasser entsteht einen immer undurchdringlicherer "akustischer Nebel", der die Wahrnehmung der Meeressäuger verzerrt und sie orientierungslos stranden lässt.
Möglich ist aber auch, dass es sich um eine sogenanntes "natürliche Strandung" gehandelt hat. Dabei wird das Echolot der Meeressäuger durch schlammigen, nicht festen, flachen Untergrund gestört, so dass sich die Tiere kein genaues Bild von der Wassertiefe machen können. Derartige Gegebenheiten finden sich an der Küste von King Island. So berichtet die Zeitung "The Examiner", dass wird im aktuellen Fall vermutet wird, die Tiere seien am Sonntagabend bei besonders tiefer Ebbe von der Strömung erfasst worden.
Auch Störungen des Erdmagnetfeldes, Strömungen oder Krankheiten kommen als mögliche Ursachen der Strandung in Frage.
Die Delfine strandeten weil sie gemeinsam mit den Grindwalen in einer sogenannten "Schule" zusammen schwammen (die beiden Arten sind häufig in gemeinsamen Verbänden miteineander vergesellschaftet). Ohne Orientierung reagiert eine solche "Schule" ähnlich wie eine in Panik geratene Menschenmasse: Alle schwimmen einfach weiter in dieselbe Richtung, auch wenn es die falsche ist.
King Island liegt südlich von Melbourne. Besonders tragisch ist, dass es das vierte Mal seit November ist, das nordwestlich von Tasmanien Wale strandeten. Ende November waren auf dem Sandy Cape Beach 155 Grindwale verendet. Eine Woche zuvor starben 50 Tiere am Anthony's-Strand. 48 Pottwale starben und verendeten im Januar auf einer Sandbank vor der Perkins-Insel.
Quellen: sueddeutsche.de/zeit-online.de/dpa | Foto: AP
-> Artikel auf sueddeutsche.de mit Fotos ond Video
Fünf Weißschnauzendelfine sind seit mehreren Tagen im Hafenbecken von Seal Cove im Packeis eingeschlossen und vom Atlantischen Ozean abgeschnitten. Seit vier Tagen schwimmen die Tiere in einem stetig zufrierenden Wasserloch im Kreis, sie sind erschöpft und werden in diesem Zustand nicht mehr lange überleben.
Die zwischen den treibenden Eisschollen gefangenen Meeressäuger (Lagenorhynchus albirostris) schwimmen ständig im Kreis, um wenigstens den kleinen noch nicht gefrorenen Wasserraum offen zu halten. Die ganze Robbenbucht im kanadischen Neufundland scheint zugefroren und nimmt ihnen jegliche Hoffnung auf einen Weg, der ins offene Meer zurückführt.
Die Delfine können und werden keine langen Strecken unter dem Eis durchtauchen, weil sie regelmässig an die Oberfläche kommen müssen, um Luft zu holen. Sie würden bei dem Tauchversuch unter der Eisdecke ersticken, sagt Wayne Ledwell von der auf Wal- und Delfinrettung spezialisierten Organisation Whale Release and Strandings Group.
Der Bürgermeister Winston May hat nun das Fischereidepartement Kanadas gebeten, einen Kanal ins Eis zu brechen, sodass die Tiere wieder in den atlantischen Ozean gelangen können. "Sie werden nicht mehr lang überleben. Man hört ihre Schreie die ganze Nacht", erklärt May gegenüber der Herald Tribune.
Delfine kommen regelmäßig in die Gewässer um Neufundlands Robbenbucht, welche ungefähr 643 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt St. John liegt.
-> Video auf kleinezeitung.at
Am 23. Februar gelang es einigten mutigen Anwohnern von Seal Cove, vier der fünf Tiere in einer dramatischen Aktion zu retten:
-> Video der Rettungsaktion auf seawayblog
Quellen: 20minuten.ch/kleinezeitung.at/seawayblog | Bild: AP Photo/Nor\'wester-Pam Snow
In der Bucht von Manila kam es zu einer groß angelegten Rettungsaktion von mehr als 200 Delfinen. Die Tiere hatten sich verirrt und schwammen orietierungslos im seichten Gewässer herum. Mehr als hundert Freiwillige halfen, die Tiere aus dem etwa eineinhalb Kilometer vom Strand entfernten flachen Wasser wieder ins offene Meer hinaus zu treiben.
Mehr als hundert Fischer und weitere Freiwillige zögerten nicht lange und beteiligten sich an dem Rettungseinsatz. Sie hievten die Delfine aus dem seichten Wasser in Boote und brachten sie wieder auf das offene Meer hinaus. Es sei das erste Mal, dass eine solch große Delfinschule in die Bucht von Manila gelangt sei, sagte der Leiter der Fischereibehörde, Malcolm Sarmiento.
Bislang ist noch nicht geklärt, warum die Tiere sich verirrten. Da es kürzlich ein Seebeben nahe der Philippinen gab, könnte möglicherweise ihr Gehör beschädigt worden sein, was ihre Orientierungslosigkeit erklären würde, rätselte Sarmiento. Vielleicht sei die Herde aber auch nur einem kranken Leittier gefolgt, vielleicht sei die Beinahe-Strandung auch von eine Hitzewelle verursacht worden. Die Behörde kündigte an, die Wasserqualität zu untersuchen.
Nicht alle Tiere konnten von den Helfern gerettet werden. Nach Angaben eines Tierarztes in der philippinischen Provinz Bataan wurden etwas weiter nördlich vier der Meeressäuger tot am Strand geborgen. Zwei von ihnen hatten ein zerstörtes Trommelfell. Sarmiento ordnete eine 72-stündige Überwachung der Küstenregion an, um sicherzustellen, dass die Delfine nicht zurückkehren.
Auf den mehr als 7000 Inseln des philippinischen Archipels stranden zwar häufig Delfine, jedoch selten so viele auf einmal. Provinzgouverneur Enrique Garcia hatte sofort Hilfe angefordert, als die Tiere am frühen Morgen im Meer vor der Stadt Pilar trieben. "Dies ist ein Phänomen", sagte er einem örtlichen Radiosender. "Das ist in unserer Provinz zum ersten Mal passiert."
Es handelt es sich - wie bei einer Strandung bei Madagaskar im Juni 2008 - um Breitschnabeldelfine (Peponocephala electra), die vor allem in den Tropen leben. Weil sie sich bevorzugt in tiefen Meeresregionen aufhalten, werden sie nur selten gesichtet. Breitschnabeldelfine sind als gefährdete Art eingestuft.
Quellen: abendbaltt.de|GRD|zeit.de
-> Fotostrecke auf stern.de
Soldaten haben in Nepal drei Ganges-Delfine gerettet, die bei Überschwemmungen in einen Teich gespült worden waren. Mit Hilfe von Umweltschützern fingen die Sicherheitskräfte die Delfine ein und brachten sie in ihren ursprünglichen Lebensraum, den Fluss Kosi zurück. Er war bei den Monsunregenfällen des vergangenen Jahres über die Ufer getreten.
Die Delfine wurden in einen mehrere Kilometer vom Kosi-Fluss entfernt gelegenen Teich gespült. Dort entdeckte man sie erst, nachdem der Wasserspiegel gesunken war. Sie gehören der stark gefährdeten Spezies der Ganges-Delfine (Platanista gangetica) an.
Quelle: rp-online.de
Im Nordwesten Madagaskars verfangen sich über 50 Delfine in Mangroven und verenden.
Im Nordwesten Madagaskars haben sich mehr als 50 Breitschnabeldelfine in Mangroven verfangen und sind qualvoll verendet. Wie die Bewohner des Hafens Antsohiby erzählten, schwammen die Delfine in den dortigen Hafen und verirrten sich dann in den angrenzenden Mangroven-Wäldern. Aus dem dichten Wurzelgestrüpp fanden die Breitschnabeldelfine (wissenschaftlich: Peponocephala electra, engl.: Melon Headed Whale) dann keinen Ausweg mehr, obwohl sich die Anwohner um ihre Rettung bemühten.
Sie starben in der Bucht von Laloza im Nordwesten der Insel, wie lokale Medien berichteten. Eine Woche nach Entdeckung der ersten toten Tiere 600 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Antananarivo informierte das Umweltministerium die Öffentlichkeit. Die Bevölkerung wurde um Mithilfe beim Einsammeln der Kadaver im Mangrovenbereich gebeten. Die Tiere werden sieben Kilometer vom Wasser entfernt vergraben.
"Wir haben schon 22 Delfine aus den Mangroven gerettet", sagte der Hotelbesitzer Philippe Robinet. "Sie sterben an den Wunden, die sie sich an den Wurzelarmen schlagen, an Hunger und Erschöpfung." Von einem Flugzeug aus wurde beobachtet, dass noch immer mindestens 60 Delfine in dem Mangrovengebiet umherirrten. Die Delfine waren gemeinsam durch eine Engstelle in die Bucht gelangt. Anfang der Woche sind den Berichten zufolge Fachleute aus den USA eingetroffen. Sie sollen die Ursache des rätselhaften Sterbens ermitteln. Quellen: AFP|baz.ch
32 Gemeine Delfine (Delphinus delphis) sind an der südenglischen Küste in einem Flussarm gestrandet und verendet. Die Küstenwache teilte am Montag mit, das Unglück nahe Falmouth in der südwestenglischen Grafschaft Cornwall erinnere an ein Massaker. Es ist die schlimmste Massen-Strandung von Meeressäugern in Großbritannien seit 27 Jahren.
Sieben Tiere gerettet
Die normalerweise die Küsten meidenden Meeressäuger wurden in der Nähe von Falmouth gefunden, etwa 480 Kilometer westlich von London. Insgesamt sollen sich bis zu 70 Tiere in die niedrigen Gewässer verirrt haben, von denen Tierschützer rund 40 wieder ins offene Meer geleiten konnten. Es wird angenommen, dass einige der Meeressäuger die Orientierung verloren hatten, und die anderen dadurch in den Fluss gelockt wurden.
"Wir haben etwas vergleichbares seit 1981 nicht mehr gesehen, als Grindwale an der Küste strandeten", sagte Verbandssprecher Tony Woodley. "Das ist extrem selten." Er hielt es auch für möglich, dass die Tiere zur Nahrungssuche in den Fluss geraten waren. Die Küstenwache war am Morgen zu der Unglücksstelle geeilt, fand aber bereits zahlreiche tote Delfine. "Es ist eine grausame Szenerie", sagte Dave Nicoll von der Küstenwache, "überall liegen tote Tiere." Ihr Tod gibt den Wissenschaftlern Rätsel auf. "Alle Tiere waren wohlgeformt und gesund", sagte Trevor Weeks von der Organisation British Marine Life Rescue.
Jetzt werde untersucht, ob die Delfine vielleicht in Panik geraten seien, weil sie von einem Raubtier erschreckt worden seien. Als andere Möglichkeit wurde vermutet, dass der Einsatz militärischer Sonare für die Strandung verantwortlich sein könnte. Ersichtliche Gründe für das merkwürdige Verhalten der Tiere oder Spuren einer Vergiftung konnten Veterinäre bislang jedenfalls nicht finden. Die Forscher vor Ort rätseln auch über die ungewöhnliche Hohe Anzahl von Tieren, die offenbar zu mehr oder weniger der gleichen Zeit strandeten.
Cornwall ist eine beliebte Touristengegend, die vom Atlantischen Ozean, dem Ärmelkanal und der Keltischen See umgeben ist. Delfine sind hier keine Seltenheit. Der Gemeine Delfin (Delphinus delphis) wird bis zu 2,40 Meter lang und ist die häufigste Delfinart der europäischen Meere.
Es kommt häufiger vor, dass sich Delfine in Flüssen verirren. Die Ursachen für dieses Verhalten sind unklar (Navigationsfehler, Nahrungssuche, Krankheit, Neugier). Meist finden sie nicht mehr den Weg zurück und bezahlen den Ausflug in die unbekannten Gewässer mit dem Tod. Nur selten gelingt eine Rettungsaktion wie in Kroatien im Mai 2007, als sich ein Delfinweibchen in den Fluss Krka verirrt hatte. Quellen: oe24.at|APA|dpa|AP|bbc.co.uk|GRD
07.07.2008 | Focus-Online: Mysteriöses Delfinsterben - Seit dem Jahr 2000 stranden an Cornwalls Küsten viel mehr Wale und Delfine als je zuvor. Wissenschaftler haben Daten aus 100 Jahren analysiert und kennen nun den Grund.... -> -> lesen Sie mehr
An der texanischen Küste im Golf von Mexiko sind 21 tote Delfine angespült worden. "Wir sind besorgt", sagte die Meeressäuger-Beauftragte Blair Maise. Sie verwies darauf, dass im vergangenen Jahr unweit des jetzigen Fundortes rund 70 Delfine aus ungeklärter Ursache zu Tode kamen. Bei den nun gefundenen Delfinen, die innerhalb von 48 Stunden an Land gespült wurden, handelte es sich um Große Tümmler (Tursiops truncatus). Sie waren bereits weitgehend verwest. Durch die Untersuchung der Kadaver wollen die Meeresforscher herausfinden, was den Delfin-Tod verursacht.
Möglicherweise könnte die Ursache in einer sogenannten Red Tide, einer für Fische, Meeressäuger und Menschen mit zu, Teil tödlichen Folgen verbundenen Algenblüte liegen - ein Naturphänomen, das bereits seit Jahrhunderten bekannt ist, anscheinend aber in jüngster Zeit häufiger auftritt. Seit 1991 wurden in den US-Gewässern 41 Fälle von Massensterben von Meeressäugern dokumentiert, 23 davon in den vergangenen drei Jahren. Quellen: AFP|GRD
Dieser Heavyside-Delfin (Cephalorhynchus heavysidii), auch Benguela-Delfin genannt, wurde am Swakopmunder Strandabschnitt bei der Richthofenstraße angespült. Strandgänger dachten am Nachmittag, dass sie den Meeressäuger noch retten könnten, aber er war bereits tot. Diese Delphinart hält sich am Tag gern in der Brandung des Atlantischen Ozeans auf. Er erreicht eine Länge von maximal 1,7 Metern und ausgewachsen bringt er bis zu 70 kg auf die Waage. Heavyside-Delfine sind im kalten Benguelastrom vor der Westküste Südafrikas und vor Namibias Küste vom Kap der Guten Hoffnung bis zur Kunenemündung heimisch. Wegen der weißen Bauchzeichnung hatten Urlauber anfangs vermutet, dass es sich um ein Jungtier des Großen Schwertwales (Orca, Killerwal) handeln würde. Quelle: AZ-Online (Namibia)
Über mehrere Tage hinweg verendeten hunderte Delfine vor der Küste Boavistas: Am Sonntag (18.11.) starben nach Angaben italienischer Taucher 280 Delfine, am nächsten
Tag stieg die Zahl der gestrandeten Tiere auf über 400, meldete RTP Afrika aus Portugal. Rund 300 Delfine würden total orientierungslos und verstört vor der Küste Boavistas treiben. Durch die Panik der Meeressäuger sollen verschiedene Touristen verletzt worden sein, eine britische Touristin musste mit Knochenbrüchen ins Spital von Praia überführt werden.
Als Auslöser des Delfinsterbens werden geheime Unterwassertests der Nato vor Boavista vermututet. Ein U-Boot der US-Streitkräfte war kurz zuvor in S. Vicente der Öffentlichkeit präsentiert worden im Einsatz zur Sicherheit und Überwachung der afrikanischen Gewässer.
Quelle: Kapverden-Forum | Fotos dieser Strandung auf: www.ecaboverde.com
Die Infektion mit dem gefährlichen Morbillivirus unter den Streifendelfinen im Mittelmeer breitet sich weiter aus.
Im November wurden in Ligurien, nahe der Grenze zu Frankreich, zwei tote Streifendelfine - auch Blau-Weiße Delfine (Stenella coeruleoalba) genannt - gefunden.
Sie waren an der Virusinfektion gestorben. Veterinäre hatten den gefährlichen Erreger im August bei mehreren Delfinkadavern festgestellt, die an die Strände bei Valencia gespült wurden. Bei Valencia fand man mehr als 35 tote Delfine, weitere in der angrenzenden autonomen Gemeinschaft Murcia.
Das Umweltministerium in Madrid teilte mit, dass die am Meer liegenden spanischen Autonomieregionen eingeschaltet und die Nachbarländer aufgefordert worden seien, ihre Strände nach ähnlichen Kadavern abzusuchen. Im April dieses Jahres waren in der Region Murcia fünf tote Grindwale an Land geschwemmt worden. Und in der Region Valencia und in Katalonien wurden in diesem Sommer mehr als 30 verendete Delfine, Grind- und Pottwale geborgen. Experten befürchten nun eine Epidemie unter Meeressäugetieren.
Vor Jahren hatte ein ähnliches Virus eine verheerende Tierseuche ausgelöst. Anfang der 1990er Jahren wurde die Population der Streifendelfine im Mittelmeer bereits durch eine Virusinfektion massiv bedroht. Auch damals ging sie von der spanischen Küste aus und verbreitete sich innerhalb von zwei Jahren bis in die östlichen Teile des Mittelmeers. Es wird angenommen, dass ein Morbillivirus vor allem geschwächte Tiere tötete, innerhalb von zwei Jahren (zwischen Juli 1990 und September 1991) starben damals über 1200 Delfine. Experten gehen allerdings davon aus, dass die tatsächliche Sterblichkeitsrate 10-bis 50-mal höher gewesen ist, denn nur eine geringe Zahl gestorbener Tiere wird an die Küsten gespült, der weit überwiegende Teil versinkt spurlos im Meer.
Eine Spezialeinheit der Universität Valencia werde die gesammelten Daten verarbeiten. Nach Angaben der spanischen Behörden ist das Virus dem Erreger sehr ähnlich, der in den neunziger Jahren die massive Tierseuche verursacht hatte. "Das Virus ist praktisch das gleiche, das die Epidemie in den neunziger Jahren ausgelöst hat", hieß es in der Mitteilung des Umweltministeriums. Der Erreger zur Gattung Morbillivirus könne außer Delfinen auch andere Meeressäuger wie die im Mittelmeer häufigen Finnwale oder Pottwale befallen.
Es gibt keine aktuellen Populationsschätzungen zur Zahl der Streifendelfine im Mittelmeer. Zählungen von 1991/1992 kamen auf Bestände von 117.880 Exemplaren im westlichen Mittelmeer und ca. 25.600 Exemplare in der Ligurischen See. Es gibt allerdings auch Bestandsschätzungen, die von 68.000 bis zu 225.000 überlebenden Streifendelfinen im westlichen Mittelmeer im Jahr 1991 ausgehen. Derart große Populationen sollten in der Lage sein, eine Epidemie wie die sich jetzt abzeichnende zu überstehen.
Die etwa 1,80 bis 2,50 Meter langen und bis zu 165 Kilogramm schweren Streifendelfine sind eine der am weitesten verbreiteten Delfinarten und kommen in allen Ozeanen in tropischen, subtropischen und gemäßiten Breiten vor. Sie haben einen sehr schlanken Körper, eine schmale kurze Schnauze, die typische "Melone" ist deutlich ausgeprägt. Ihr auffälligstes Merkmal: je ein schwarzes Band verläuft vom Auge zu den Flippern und zwei weitere Bänder von den Augen über die Flanken bis zum Schwanstiel unter dem Bauch. Von der Fluke bis zur Stirn sind sie dunkelgrau gefärbt, die Seiten sind hellgrau, die Bauchseite ist meist weiß, die Fluke eher dunkel. Weltweit soll es noch geschätzte zwei Millionen Exemplare dieser Delfinart geben. Sie gelten als nicht bedroht und stehen unter keinem besonderen Schutz.
Allerdings vermehren sich Delfine nur sehr langsam und die Zahl der Streifendelfine ist seit 1991 - wie bei allen anderen Meeressäugerarten im Mittelmeer - stark rückläufig. Die Ursachen: Überfischung, Beifang in Fischernetzen, Umweltbelastungen wie Schiffsverkehr und Lärm. Ob die heute stark geschwächten Populationen eine Epidemie wie die von 1990 überstehen können, bleibt abzuwarten.
Das gefährliche Virus befällt die Atemorgane und das Nervensystem der Tiere. Menschen können nicht infiziert werden, die Behörden raten aber davon ab, verendete Tiere anzufassen. Zu den Morbilliviren gehören auch die Erreger der Staupe und der Rinderpest sowie das menschliche Masernvirus. Morbilliviren gelten als extrem ansteckend.
Quellen: Spanien-Bilder.com|Spiegel-Online|mbe/AFP|dpa|GRD
Ein rätselhaftes Delfinsterben vor der südiranischen Küste geht nach Einschätzungen von Umweltschützern vermutlich auf den Einsatz von Fischereinetzen im Persischen Golf zurück.
Die Säugetiere seien höchstwahrscheinlich ertrunken, nachdem sie in Schleppnetze sowie Fangnetze am Meeresboden geraten seien, sagte Mohammed Baker Nabawi, zuständiger Meeresbiologe der iranischen Umweltschutzbehörde. Darauf deuteten die Prellungen und Schnitt-wunden bei den untersuchten Delfinkadavern hin.
Seit Ende September wurden bei Dschask 152 tote Delfine angeschwemmt. Die Tiere können zwar lange unter Wasser bleiben, müssen aber regelmäßig über Wasser Luft holen. Iranische Medien hatten immer wieder von "kollektivem Selbstmord" berichtet. Nabawi sagte, das Rätsel sei aber noch nicht abschließend gelöst.
Quellen: welt.de|dpa
In einem Wettlauf gegen die Zeit haben sich Meeresbiologen und freiwillige Helfer vor Long Island bei New York um die Rettung von gestrandeten Delfinen bemüht. Neun der betroffenen Meeressäuger verendeten bis Freitag, acht konnten in tiefere Gewässer geleitet werden.
Drei Tiere saßen vorerst weiterhin in einer seichten Bucht fest. Um sie stand es nicht gut, wie Chuck Bowman von der örtlichen Stiftung für Meeresforschung einräumte. Insgesamt waren mehr als 80 Personen an der Rettungsaktion beteiligt.
Die Meeressäuger wurden erstmals in der vergangenen Woche in der Bucht nördlich von East Hampton gesehen. Vor Long Island wurden Delfine bislang eher selten gesichtet, weiter nördlich vor Cape Cod tauchen sie jedoch regelmäßig auf. Normalerweise schwimmen sie nur etwa 50 bis 130 Kilometer an die Küste heran. Auf der Suche nach Futter kommen sie manchmal aber deutlich näher.
Quelle: AP
31.10.2006 - Drama vor MosambikAn einem entlegenen Küstenstreifen auf der Insel Bazaruto in Mosambik sind 47 Große Tümmler gestrandet, die meisten von ihnen starben.
Im ca. 800km nördlich der Landeshauptstadt Maputo gelegenen Bazaruto-Archipel-Nationalpark, einem schwer zu erreichenden Naturparadies, von den Einheimischen als die "vergessenen Inseln" bezeichnet, kommt diese Delfinart noch relativ häufig vor.
Die gestrandeten Tiere konnten sich nicht mehr selbst befreien. Nationalpark-Rangern gelang es immerhin, sechs von ihnen wieder zurück ins Meer zu bringen. Man muss in diesem Fall wohl davon ausgehen, dass den Tieren ein tödlicher Irrtum unterlief oder gibt es vielleicht doch andere Ursachen...? Lesen Sie hier mehr zu dieser Strandung
In der italienischen Adria sind in kurzer Zeit zehn junge Delfine aus ungeklärter Ursache verendet. Wie die Mailänder Zeitung "Corriere della Sera" berichtete, wurden die bereits stark verwesten Kadaver bei Venedig ans Ufer gespült. Es handle sich um Große Tümmler (Tursiops Truncatus). Experten gingen davon aus, dass eine Viruskrankheit Ursache des Sterbens sei. Quellen: GRD | APA.ag. | n-tv.de
Mitarbeiter des Museums von Süd-Australien sind über häufiger werdende Delfin-Strandungen an den Stränden von Süd-Australien beunruhigt. Die meisten Delfine sterben durch parasitäre Lungenwürmer (Nematoden). Seit 18 Monaten gibt es eine deutliche Zunahme derartiger Fälle. "Das ist schon sehr seltsam", sagt Catherine Kemper, Kuratorin des Museums. "Unsere Daten über Strandungen reichen 16 Jahre zurück. Was wir jetzt beobachten ist definitiv ein gestiegener Befall mit diesen Nematoden". Das Museum hat bei der Regierung Forschungsmittel beantragt, um das Problem genauer untersuchen zu können. Quelle: ABC-News Online
An der Küste des Schwarzen Meeres vor Batumi wurden 5 tote Delphine angeschwemmt. Die Tiere hatten sich in einem Netz verfangen und waren erstickt. Die Behörden haben Ermittlungen aufgenommen um herauszufinden, wer das Netz ausgeworfen hat. Dem Täter droht eine Strafe von bis zu 70.000 Lari (ca. 30.000 €). Quelle: Rustawi 2 - Georgien Nachrichten
An der bulgarischen Schwarzmeerküste sind 29 tote Delfine entdeckt worden. Die Kadaver wurden am Dienstag und Mittwoch in der Nähe der Ortschaft Shabla, 500 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Sofia, gefunden, wie die Umweltbehörden mitteilte. Zehn Tage zuvor waren in dem Gebiet bereits 26 tote Delfine aufgetaucht. Sie erstickten vermutlich, nachdem sie sich in Fischernetzen verfangen hatten. Quelle: AP
An der Nordküste von Sansibar sind mindestens 600 tote Delfine angespült worden. Die Tierkörper wurden entlang eines vier Kilometer langen Strandabschnitts im Touristenort Nungwi von Dorfbewohnern, Fischern und Hotelgästen entdeckt. Wie Fischer berichteten, wurden möglicherweise bis zu tausend Delphine an die Strände gespült.
Nach Augenzeugenberichten wurden die Delphine, zumeist Große Tümmler, am Freitag an Strandabschnitten im Norden der Insel gefunden. "Die Leute versuchten, sie in Stücke zu schneiden und zu essen", sagte der Hotelbesitzer Abdulsamad Said. Die Fischereibehörden haben allerdings vor dem Verzehr des Delfinfleisches gewarnt.
Das Institut für Meeresforschung in der tansanischen Hauptstadt Daressalam geht davon aus, daß die Tümmler an den Stränden zurückblieben, als die Flut zurückging. Verhungern oder eine Vergiftung schlossen Wissenschaftler als Todesursache aus. Allerdings hatten sie leere Mägen, bei einigen war der Verdauungstrakt von parasitären Würmern befallen, erklärten Meeresbiologen nach der Sektion von 65 Kadavern. Möglicherweise seien die Meeressäuger desorientiert gewesen. Einheimische berichteten, dass es im Norden der Insel starke Winde, schwere Regenfälle und einen wegen Neumond erheblichen Tidenhub gegeben habe.
Rein äußerlich schienen die Tiere aber gesund zu sein. Gewebeproben der verendeten Delfine sollen jetzt in Schweden untersucht werden. Die schwedischen Experten sollen die Todesursache der Tiere erforschen. Dies erklärte Nariman Jidawi, Wissenschafterin des Instituts für Meeresforschung. Ahlaam Mehle, Hotelbesitzerin auf Sansibar sagte gegenüber der BBC: "Es ist erschreckend, so etwas ist hier noch nie passiert".
Experten spekulieren über die Todesursache der Delfine. So könnten die Tiere durch Ölverschmutzung, giftige Meeresalgen, das Radar von U-Booten oder einfach durch eine schnell zurückgehenden Flut verendet sein.
In den USA untersuchen Forscher die Möglichkeit, dass das Sonar von U-Booten der Marine für einen ähnlichen Vorfall in Florida verantwortlich war. Im März 2005 strandeten dort 68 Delfine in der Nähe des Orts Marathon. Vor der ostafrikanischen Küste patrouilliert eine Einsatztruppe der US-Marine im Rahmen der Terrorabwehr. Über die genaue Position der U-Boote war jedoch nichts bekannt.
Delfine sind auf der zu Tansania gehörenden Insel im Indischen Ozean eine beliebte Touristenattraktion. Die Meeressäuger leben normalerweise auf hoher See in tiefen Gewässern.
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An einem abgelegenen Strand in Australien sind 40 Delfine gestrandet und gestorben. Wie die Umweltschutzbehörde des Staats Western Australia erklärte, war unklar, warum die Meeressäuger am Freitag entlang eines 30 Kilometer breiten Streifens im Nationalpark D´Entrecasteaux strandeten. Die Tierkörper würden untersucht, blieben aber an Ort und Stelle, da die Gegend so unzugänglich sei, sagte eine Sprecherin der Behörde. Bei den Tieren handelte es sich um Streifendelfine, die in tiefen Gewässern leben und selten in Küstennähe gesichtet werden.
Eine große Gruppe Delfine ist aus ungeklärten Gründen an einen Strand an der japanischen Pazifikküste gespült worden. Dutzende von Surfern versuchten gemeinsam mit örtlichen Rettungskräften, die rund 70 gestrandeten Säugetiere vor Ichinomiya wieder zurück ins offene Meer zu bringen, teilten japanische Behörden mit. "Wir haben hier noch nie eine so große Zahl von gestrandeten Delfinen gesehen", sagte ein Behördenvertreter. "Wir haben keine Ahnung, warum es passiert ist." Die meisten der Delfine hätten wieder ins Meer zurückgefunden. Einige von ihnen seien aber vermutlich gestorben. Die Seestadt Ichinomiya liegt rund 70 Kilometer südöstlich von Tokio. Quelle: (APA/Reuters)