Mysteriöse Delfin-Strandungen

Madagaskar: Mindestens 55 Delfine verfangen sich in Mangroven und verenden
32 Gemeine Delfine verenden an südenglischer Küste in einem Flussarm
21 tote Delfine an texanischer Küste angespült
Heavyside-Delfin bei Swakopmund angespült
Hunderte Delfine bei den Kapverdischen Inseln gestrandet
Virus tötet Delfine im Mittelmeer - Epidemie breitet sich aus
Mysteriöses Delfinsterben im Iran
Mindestens neun Delfine vor Long Island verendet
47 Tümmler stranden an der Küste von Mosambik
10 tote Tümmler bei Venedig angespült
Süd-Australien: Delfinsterben durch parasitäre Lungenwürmer
5 tote Delfine an georgischer Küste bei Batumi
29 verendete Delfine an bulgarischer Küste
Mindestens 600 tote Delfine in Sansibar an Land gespült
40 Streifendelfine an australischer Küste gestrandet
70 Delfine an japanischer Küste gestrandet

 

10.06.2008 - Antsohiby (Madagaskar)

Im Nordwesten Madagaskars verfangen sich über 50 Delfine in Mangroven und verenden.

 Im Nordwesten Madagaskars haben sich mehr als 50 Breitschnabeldelfine in Mangroven verfangen und sind qualvoll verendet.Im Nordwesten Madagaskars haben sich mehr als 50 Breitschnabeldelfine in Mangroven verfangen und sind qualvoll verendet. Wie die Bewohner des Hafens Antsohiby erzählten, schwammen die Delfine in den dortigen Hafen und verirrten sich dann in den angrenzenden Mangroven-Wäldern. Aus dem dichten Wurzelgestrüpp fanden die Breitschnabeldelfine (wissenschaftlich: Peponocephala electra, engl.: Melon Headed Whale) dann keinen Ausweg mehr, obwohl sich die Anwohner um ihre Rettung bemühten.

Sie starben in der Bucht von Laloza im Nordwesten der Insel, wie lokale Medien berichteten. Eine Woche nach Entdeckung der ersten toten Tiere 600 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Antananarivo informierte das Umweltministerium die Öffentlichkeit. Die Bevölkerung wurde um Mithilfe beim Einsammeln der Kadaver im Mangrovenbereich gebeten. Die Tiere werden sieben Kilometer vom Wasser entfernt vergraben.

"Wir haben schon 22 Delfine aus den Mangroven gerettet", sagte der Hotelbesitzer Philippe Robinet. "Sie sterben an den Wunden, die sie sich an den Wurzelarmen schlagen, an Hunger und Erschöpfung." Von einem Flugzeug aus wurde beobachtet, dass noch immer mindestens 60 Delfine in dem Mangrovengebiet umherirrten. Die Delfine waren gemeinsam durch eine Engstelle in die Bucht gelangt. Anfang der Woche sind den Berichten zufolge Fachleute aus den USA eingetroffen. Sie sollen die Ursache des rätselhaften Sterbens ermitteln. Quellen: AFP|baz.ch

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09.06.2008 - St. Mawes / Cornwall (England)

20 Delfine haben sich im englischen Cornwall in einen Flussarm verirrt - und sind verendet.32 Gemeine Delfine (Delphinus delphis) sind an der südenglischen Küste in einem Flussarm gestrandet und verendet. Die Küstenwache teilte am Montag mit, das Unglück nahe Falmouth in der südwestenglischen Grafschaft Cornwall erinnere an ein Massaker. Es ist die schlimmste Massen-Strandung von Meeressäugern in Großbritannien seit 27 Jahren.

Sieben Tiere gerettet
Die normalerweise die Küsten meidenden Meeressäuger wurden in der Nähe von Falmouth gefunden, etwa 480 Kilometer westlich von London. Insgesamt sollen sich bis zu 70 Tiere in die niedrigen Gewässer verirrt haben, von denen Tierschützer rund 40 wieder ins offene Meer geleiten konnten. Es wird angenommen, dass einige der Meeressäuger die Orientierung verloren hatten, und die anderen dadurch in den Fluss gelockt wurden.

"Wir haben etwas vergleichbares seit 1981 nicht mehr gesehen, als Grindwale an der Küste strandeten", sagte Verbandssprecher Tony Woodley. "Das ist extrem selten." Er hielt es auch für möglich, dass die Tiere zur Nahrungssuche in den Fluss geraten waren. Die Küstenwache war am Morgen zu der Unglücksstelle geeilt, fand aber bereits zahlreiche tote Delfine. "Es ist eine grausame Szenerie", sagte Dave Nicoll von der Küstenwache, "überall liegen tote Tiere." Ihr Tod gibt den Wissenschaftlern Rätsel auf. "Alle Tiere waren wohlgeformt und gesund", sagte Trevor Weeks von der Organisation British Marine Life Rescue.

Jetzt werde untersucht, ob die Delfine vielleicht in Panik geraten seien, weil sie von einem Raubtier erschreckt worden seien. Als andere Möglichkeit wurde vermutet, dass der Einsatz militärischer Sonare für die Strandung verantwortlich sein könnte. Ersichtliche Gründe für das merkwürdige Verhalten der Tiere oder Spuren einer Vergiftung konnten Veterinäre bislang jedenfalls nicht finden. Die Forscher vor Ort rätseln auch über die ungewöhnliche Hohe Anzahl von Tieren, die offenbar zu mehr oder weniger der gleichen Zeit strandeten.

Cornwall ist eine beliebte Touristengegend, die vom Atlantischen Ozean, dem Ärmelkanal und der Keltischen See umgeben ist. Delfine sind hier keine Seltenheit. Der Gemeine Delfin (Delphinus delphis) wird bis zu 2,40 Meter lang und ist die häufigste Delfinart der europäischen Meere.

Es kommt häufiger vor, dass sich Delfine in Flüssen verirren. Die Ursachen für dieses Verhalten sind unklar (Navigationsfehler, Nahrungssuche, Krankheit, Neugier). Meist finden sie nicht mehr den Weg zurück und bezahlen den Ausflug in die unbekannten Gewässer mit dem Tod. Nur selten gelingt eine Rettungsaktion wie in Kroatien im Mai 2007, als sich ein Delfinweibchen in den Fluss Krka verirrt hatte. Quellen: oe24.at|APA|dpa|AP|bbc.co.uk|GRD

07.07.2008 | Focus-Online: Mysteriöses Delfinsterben - Seit dem Jahr 2000 stranden an Cornwalls Küsten viel mehr Wale und Delfine als je zuvor. Wissenschaftler haben Daten aus 100 Jahren analysiert und kennen nun den Grund.... -> -> lesen Sie mehr

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05.03.2008 - Golf von Mexiko (Texas)

An der texanischen Küste im Golf von Mexiko sind 21 tote Delfine angespült worden. "Wir sind besorgt", sagte die Meeressäuger-Beauftragte Blair Maise. Sie verwies darauf, dass im vergangenen Jahr unweit des jetzigen Fundortes rund 70 Delfine aus ungeklärter Ursache zu Tode kamen. Bei den nun gefundenen Delfinen, die innerhalb von 48 Stunden an Land gespült wurden, handelte es sich um Große Tümmler (Tursiops truncatus). Sie waren bereits weitgehend verwest. Durch die Untersuchung der Kadaver wollen die Meeresforscher herausfinden, was den Delfin-Tod verursacht.

Möglicherweise könnte die Ursache in einer sogenannten Red Tide, einer für Fische, Meeressäuger und Menschen mit zu, Teil tödlichen Folgen verbundenen Algenblüte liegen - ein Naturphänomen, das bereits seit Jahrhunderten bekannt ist, anscheinend aber in jüngster Zeit häufiger auftritt. Seit 1991 wurden in den US-Gewässern 41 Fälle von Massensterben von Meeressäugern dokumentiert, 23 davon in den vergangenen drei Jahren. Quellen: AFP|GRD

 

18.12.2007 - Heavyside-Delfin bei Swakopmund angespült

Heavyside DelfinDieser Heavyside-Delfin (Cephalorhynchus heavysidii), auch Benguela-Delfin genannt, wurde am Swakopmunder Strandabschnitt bei der Richthofenstraße angespült. Strandgänger dachten am Nachmittag, dass sie den Meeressäuger noch retten könnten, aber er war bereits tot. Diese Delphinart hält sich am Tag gern in der Brandung des Atlantischen Ozeans auf. Er erreicht eine Länge von maximal 1,7 Metern und ausgewachsen bringt er bis zu 70 kg auf die Waage. Heavyside-Delfine sind im kalten Benguelastrom vor der Westküste Südafrikas und vor Namibias Küste vom Kap der Guten Hoffnung bis zur Kunenemündung heimisch. Wegen der weißen Bauchzeichnung hatten Urlauber anfangs vermutet, dass es sich um ein Jungtier des Großen Schwertwales (Orca, Killerwal) handeln würde. Quelle: AZ-Online (Namibia)

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21.11.2007 - Kapverden:

Über mehrere Tage hinweg verendeten hunderte Delfine vor der Küste Boavistas: Am Sonntag (18.11.) starben nach Angaben italienischer Taucher 280 Delfine, am nächsten gestrandete Delfine Kapverdische InselnTag stieg die Zahl der gestrandeten Tiere auf über 400, meldete RTP Afrika aus Portugal. Rund 300 Delfine würden total orientierungslos und verstört vor der Küste Boavistas treiben. Durch die Panik der Meeressäuger sollen verschiedene Touristen verletzt worden sein, eine britische Touristin musste mit Knochenbrüchen ins Spital von Praia überführt werden.

Als Auslöser des Delfinsterbens werden geheime Unterwassertests der Nato vor Boavista vermututet. Ein U-Boot der US-Streitkräfte war kurz zuvor in S. Vicente der Öffentlichkeit präsentiert worden im Einsatz zur Sicherheit und Überwachung der afrikanischen Gewässer.
Quelle: Kapverden-Forum | Fotos dieser Strandung auf: www.ecaboverde.com

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23.11.2007 - Valencia | Ligurien (Italien-Frankreich)

Die Infektion mit dem gefährlichen Morbillivirus unter den Streifendelfinen im Mittelmeer breitet sich weiter aus. Totes Streifendelfinbaby, IatlienIm November wurden in Ligurien, nahe der Grenze zu Frankreich, zwei tote Streifendelfine - auch Blau-Weiße Delfine (Stenella coeruleoalba) genannt - gefunden.

Sie waren an der Virusinfektion gestorben. Veterinäre hatten den gefährlichen Erreger im August bei mehreren Delfinkadavern festgestellt, die an die Strände bei Valencia gespült wurden. Bei Valencia fand man mehr als 35 tote Delfine, weitere in der angrenzenden autonomen Gemeinschaft Murcia.

Das Umweltministerium in Madrid teilte mit, dass die am Meer liegenden spanischen Autonomieregionen eingeschaltet und die Nachbarländer aufgefordert worden seien, ihre Strände nach ähnlichen Kadavern abzusuchen. Im April dieses Jahres waren in der Region Murcia fünf tote Grindwale an Land geschwemmt worden. Und in der Region Valencia und in Katalonien wurden in diesem Sommer mehr als 30 verendete Delfine, Grind- und Pottwale geborgen. Experten befürchten nun eine Epidemie unter Meeressäugetieren.

Blau-Weißer Delfin oder Streifendelfin (Stenella coeruleoalba)Vor Jahren hatte ein ähnliches Virus eine verheerende Tierseuche ausgelöst. Anfang der 1990er Jahren wurde die Population der Streifendelfine im Mittelmeer bereits durch eine Virusinfektion massiv bedroht. Auch damals ging sie von der spanischen Küste aus und verbreitete sich innerhalb von zwei Jahren bis in die östlichen Teile des Mittelmeers. Es wird angenommen, dass ein Morbillivirus vor allem geschwächte Tiere tötete, innerhalb von zwei Jahren (zwischen Juli 1990 und September 1991) starben damals über 1200 Delfine. Experten gehen allerdings davon aus, dass die tatsächliche Sterblichkeitsrate 10-bis 50-mal höher gewesen ist, denn nur eine geringe Zahl gestorbener Tiere wird an die Küsten gespült, der weit überwiegende Teil versinkt spurlos im Meer.

Eine Spezialeinheit der Universität Valencia werde die gesammelten Daten verarbeiten. Nach Angaben der spanischen Behörden ist das Virus dem Erreger sehr ähnlich, der in den neunziger Jahren die massive Tierseuche verursacht hatte. "Das Virus ist praktisch das gleiche, das die Epidemie in den neunziger Jahren ausgelöst hat", hieß es in der Mitteilung des Umweltministeriums. Der Erreger zur Gattung Morbillivirus könne außer Delfinen auch andere Meeressäuger wie die im Mittelmeer häufigen Finnwale oder Pottwale befallen.

Es gibt keine aktuellen Populationsschätzungen zur Zahl der Streifendelfine im Mittelmeer. Zählungen von 1991/1992 kamen auf Bestände von 117.880 Exemplaren im westlichen Mittelmeer und ca. 25.600 Exemplare in der Ligurischen See. Es gibt allerdings auch Bestandsschätzungen, die von 68.000 bis zu 225.000 überlebenden Streifendelfinen im westlichen Mittelmeer im Jahr 1991 ausgehen. Derart große Populationen sollten in der Lage sein, eine Epidemie wie die sich jetzt abzeichnende zu überstehen.

Die etwa 1,80 bis 2,50 Meter langen und bis zu 165 Kilogramm schweren Streifendelfine sind eine der am weitesten verbreiteten Delfinarten und kommen in allen Ozeanen in tropischen, subtropischen und gemäßiten Breiten vor. Sie haben einen sehr schlanken Körper, eine schmale kurze Schnauze, die typische "Melone" ist deutlich ausgeprägt. Ihr auffälligstes Merkmal: je ein schwarzes Band verläuft vom Auge zu den Flippern und zwei weitere Bänder von den Augen über die Flanken bis zum Schwanstiel unter dem Bauch. Von der Fluke bis zur Stirn sind sie dunkelgrau gefärbt, die Seiten sind hellgrau, die Bauchseite ist meist weiß, die Fluke eher dunkel. Weltweit soll es noch geschätzte zwei Millionen Exemplare dieser Delfinart geben. Sie gelten als nicht bedroht und stehen unter keinem besonderen Schutz.

Allerdings vermehren sich Delfine nur sehr langsam und die Zahl der Streifendelfine ist seit 1991 - wie bei allen anderen Meeressäugerarten im Mittelmeer - stark rückläufig. Die Ursachen: Überfischung, Beifang in Fischernetzen, Umweltbelastungen wie Schiffsverkehr und Lärm. Ob die heute stark geschwächten Populationen eine Epidemie wie die von 1990 überstehen können, bleibt abzuwarten.

Das gefährliche Virus befällt die Atemorgane und das Nervensystem der Tiere. Menschen können nicht infiziert werden, die Behörden raten aber davon ab, verendete Tiere anzufassen. Zu den Morbilliviren gehören auch die Erreger der Staupe und der Rinderpest sowie das menschliche Masernvirus. Morbilliviren gelten als extrem ansteckend.
Quellen: Spanien-Bilder.com|Spiegel-Online|mbe/AFP|dpa|GRD

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02.11.2007 - Teheran

Ein rätselhaftes Delfinsterben vor der südiranischen Küste geht nach Einschätzungen von Umweltschützern vermutlich auf den Einsatz von Fischereinetzen im Persischen Golf zurück. Die Säugetiere seien höchstwahrscheinlich ertrunken, nachdem sie in Schleppnetze sowie Fangnetze am Meeresboden geraten seien, sagte Mohammed Baker Nabawi, zuständiger Meeresbiologe der iranischen Umweltschutzbehörde. Darauf deuteten die Prellungen und Schnitt-wunden bei den untersuchten Delfinkadavern hin.

Seit Ende September wurden bei Dschask 152 tote Delfine angeschwemmt. Die Tiere können zwar lange unter Wasser bleiben, müssen aber regelmäßig über Wasser Luft holen. Iranische Medien hatten immer wieder von "kollektivem Selbstmord" berichtet. Nabawi sagte, das Rätsel sei aber noch nicht abschließend gelöst.
Quellen: welt.de|dpa

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19.01.2007 - Long Island / New York

In einem Wettlauf gegen die Zeit haben sich Meeresbiologen und freiwillige Helfer vor Long Island bei New York um die Rettung von gestrandeten Delfinen bemüht. Neun der betroffenen Meeressäuger verendeten bis Freitag, acht konnten in tiefere Gewässer geleitet werden. Drei Tiere saßen vorerst weiterhin in einer seichten Bucht fest. Um sie stand es nicht gut, wie Chuck Bowman von der örtlichen Stiftung für Meeresforschung einräumte. Insgesamt waren mehr als 80 Personen an der Rettungsaktion beteiligt.

Die Meeressäuger wurden erstmals in der vergangenen Woche in der Bucht nördlich von East Hampton gesehen. Vor Long Island wurden Delfine bislang eher selten gesichtet, weiter nördlich vor Cape Cod tauchen sie jedoch regelmäßig auf. Normalerweise schwimmen sie nur etwa 50 bis 130 Kilometer an die Küste heran. Auf der Suche nach Futter kommen sie manchmal aber deutlich näher.
Quelle: AP

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Ein Indopazischer Großer Tümmler, diese Delfine sind an der Küste von Mosambik häufig anzutreffen 31.10.2006 - Drama vor Mosambik

An einem entlegenen Küstenstreifen auf der Insel Bazaruto in Mosambik sind 47 Große Tümmler gestrandet, die meisten von ihnen starben.

Im ca. 800km nördlich der Landeshauptstadt Maputo gelegenen Bazaruto-Archipel-Nationalpark, einem schwer zu erreichenden Naturparadies, von den Einheimischen als die "vergessenen Inseln" bezeichnet, kommt diese Delfinart noch relativ häufig vor.

tote Delfine Bazaruto-Nationalpark, Mosambik
Die gestrandeten Tiere konnten sich nicht mehr selbst befreien. Nationalpark-Rangern gelang es immerhin, sechs von ihnen wieder zurück ins Meer zu bringen. Man muss in diesem Fall wohl davon ausgehen, dass den Tieren ein tödlicher Irrtum unterlief oder gibt es vielleicht doch andere Ursachen...? Lesen Sie hier mehr zu dieser Strandung

 

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14.07.2006 - Italienische Adria

In der italienischen Adria sind in kurzer Zeit zehn junge Delfine aus ungeklärter Ursache verendet. Wie die Mailänder Zeitung "Corriere della Sera" berichtete, wurden die bereits stark verwesten Kadaver bei Venedig ans Ufer gespült. Es handle sich um Große Tümmler (Tursiops Truncatus). Experten gingen davon aus, dass eine Viruskrankheit Ursache des Sterbens sei. Quellen: GRD | APA.ag. | n-tv.de

 

14.06.2006 - Süd-Australien

Mitarbeiter des Museums von Süd-Australien sind über häufiger werdende Delfin-Strandungen an den Stränden von Süd-Australien beunruhigt. Die meisten Delfine sterben durch parasitäre Lungenwürmer (Nematoden). Seit 18 Monaten gibt es eine deutliche Zunahme derartiger Fälle. "Das ist schon sehr seltsam", sagt Catherine Kemper, Kuratorin des Museums. "Unsere Daten über Strandungen reichen 16 Jahre zurück. Was wir jetzt beobachten ist definitiv ein gestiegener Befall mit diesen Nematoden". Das Museum hat bei der Regierung Forschungsmittel beantragt, um das Problem genauer untersuchen zu können. Quelle: ABC-News Online

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17.05.2006 - Georgien

An der Küste des Schwarzen Meeres vor Batumi wurden 5 tote Delphine angeschwemmt. Die Tiere hatten sich in einem Netz verfangen und waren erstickt. Die Behörden haben Ermittlungen aufgenommen um herauszufinden, wer das Netz ausgeworfen hat. Dem Täter droht eine Strafe von bis zu 70.000 Lari (ca. 30.000 €). Quelle: Rustawi 2 - Georgien Nachrichten

 

03.05.2006 - Sofia

An der bulgarischen Schwarzmeerküste sind 29 tote Delfine entdeckt worden. Die Kadaver wurden am Dienstag und Mittwoch in der Nähe der Ortschaft Shabla, 500 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Sofia, gefunden, wie die Umweltbehörden mitteilte. Zehn Tage zuvor waren in dem Gebiet bereits 26 tote Delfine aufgetaucht. Sie erstickten vermutlich, nachdem sie sich in Fischernetzen verfangen hatten. Quelle: AP

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28.04.2006 - Sansibar: Mindestens 600 tote Delfine in Sansibar an Land gespült

An der Nordküste von Sansibar sind mindestens 600 tote Delfine angespült worden. Die Tierkörper wurden entlang eines vier Kilometer langen Strandabschnitts im Touristenort Nungwi von Dorfbewohnern, Fischern und Hotelgästen entdeckt. Wie Fischer berichteten, wurden möglicherweise bis zu tausend Delphine an die Strände gespült.

Nach Augenzeugenberichten wurden die Delphine, zumeist Große Tümmler, am Freitag an Strandabschnitten im Norden der Insel gefunden. "Die Leute versuchten, sie in Stücke zu schneiden und zu essen", sagte der Hotelbesitzer Abdulsamad Said. Die Fischereibehörden haben allerdings vor dem Verzehr des Delfinfleisches gewarnt.

Das Institut für Meeresforschung in der tansanischen Hauptstadt Daressalam geht davon aus, daß die Tümmler an den Stränden zurückblieben, als die Flut zurückging. Verhungern oder eine Vergiftung schlossen Wissenschaftler als Todesursache aus. Allerdings hatten sie leere Mägen, bei einigen war der Verdauungstrakt von parasitären Würmern befallen, erklärten Meeresbiologen nach der Sektion von 65 Kadavern. Möglicherweise seien die Meeressäuger desorientiert gewesen. Einheimische berichteten, dass es im Norden der Insel starke Winde, schwere Regenfälle und einen wegen Neumond erheblichen Tidenhub gegeben habe.

Rein äußerlich schienen die Tiere aber gesund zu sein. Gewebeproben der verendeten Delfine sollen jetzt in Schweden untersucht werden. Die schwedischen Experten sollen die Todesursache der Tiere erforschen. Dies erklärte Nariman Jidawi, Wissenschafterin des Instituts für Meeresforschung. Ahlaam Mehle, Hotelbesitzerin auf Sansibar sagte gegenüber der BBC: "Es ist erschreckend, so etwas ist hier noch nie passiert".

Experten spekulieren über die Todesursache der Delfine. So könnten die Tiere durch Ölverschmutzung, giftige Meeresalgen, das Radar von U-Booten oder einfach durch eine schnell zurückgehenden Flut verendet sein.

In den USA untersuchen Forscher die Möglichkeit, dass das Sonar von U-Booten der Marine für einen ähnlichen Vorfall in Florida verantwortlich war. Im März 2005 strandeten dort 68 Delfine in der Nähe des Orts Marathon. Vor der ostafrikanischen Küste patrouilliert eine Einsatztruppe der US-Marine im Rahmen der Terrorabwehr. Über die genaue Position der U-Boote war jedoch nichts bekannt.

Delfine sind auf der zu Tansania gehörenden Insel im Indischen Ozean eine beliebte Touristenattraktion. Die Meeressäuger leben normalerweise auf hoher See in tiefen Gewässern.
© 2006 National Zeitung | Basler Nachrichten AG | Berliner Morgenpost | GRD | SDA | baz | BBC-News

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März 2006 - Perth

An einem abgelegenen Strand in Australien sind 40 Delfine gestrandet und gestorben. Wie die Umweltschutzbehörde des Staats Western Australia erklärte, war unklar, warum die Meeressäuger am Freitag entlang eines 30 Kilometer breiten Streifens im Nationalpark D´Entrecasteaux strandeten. Die Tierkörper würden untersucht, blieben aber an Ort und Stelle, da die Gegend so unzugänglich sei, sagte eine Sprecherin der Behörde. Bei den Tieren handelte es sich um Streifendelfine, die in tiefen Gewässern leben und selten in Küstennähe gesichtet werden.

 

März 2006 - Ichinomiya (Japan)

Eine große Gruppe Delfine ist aus ungeklärten Gründen an einen Strand an der japanischen Pazifikküste gespült worden. Dutzende von Surfern versuchten gemeinsam mit örtlichen Rettungskräften, die rund 70 gestrandeten Säugetiere vor Ichinomiya wieder zurück ins offene Meer zu bringen, teilten japanische Behörden mit. "Wir haben hier noch nie eine so große Zahl von gestrandeten Delfinen gesehen", sagte ein Behördenvertreter. "Wir haben keine Ahnung, warum es passiert ist." Die meisten der Delfine hätten wieder ins Meer zurückgefunden. Einige von ihnen seien aber vermutlich gestorben. Die Seestadt Ichinomiya liegt rund 70 Kilometer südöstlich von Tokio. Quelle: (APA/Reuters)

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Meeressäuger - Cetaceen