Logo GSMToter Schweinswal mit Backstein an der Schwanzflosse am Ostseestrand gefunden!


20.06.2007, Quelle: GSM
- Ein erschreckender Fund wurde am 20. Juni mittags bei der Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere (GSM) gemeldet. Am Fischlegerstrand bei Damp (Eckernförde) an der Ostsee wurde ein toter Schweinswal in Höhe Campingplatz Koralle angespült, an dessen Schwanzflosse ein Backstein gebunden war! Gino Vecchione, der den traurigen Fund der GSM mitteilte: "Der Schweinswal war so 1,20 Meter lang. Zunächst dachte ich, es sei ein Delfin, er hatte wohl schon länger im Wasser gelegen."

Der Wal war vermutlich einem Fischer ins Netz gegangen, der ihn nicht nur wieder ins Wasser befördert hat, sondern auch sicher gehen wollte, dass der Kadaver nicht entdeckt wirdDazu Hans-Jürgen Schütte von der GSM: "Der Wal war vermutlich einem Fischer ins Netz gegangen, der ihn nicht nur wieder ins Wasser befördert hat, sondern auch sicher gehen wollte, dass der Kadaver nicht entdeckt wird".

Seit die GSM nicht nur Lebend-Sichtungen sondern auch Totfunde registriert, wird auffällig, dass viele gestrandete Tiere gefunden werden.

Die Meeresbiologin Petra Deimer sagt dazu: "Wir wissen, dass kein Fischer absichtlich die geschützten Schweinswale töten will. Es sind Beifänge. Es wäre aber für die Wissenschaft wichtig, auch solche Opfer untersuchen zu können - und für die Statistik zu registrieren."

Der Schweinswal in der Ostsee ist vom Aussterben bedroht. In jedem Jahr sterben mehr Tiere eines unnatürlichen Todes, als geboren werden. Das kann kein Bestand verkraften.

Kontakt: Petra Deimer + Hans-Jürgen Schütte (GSM): Tel.: 04106 - 4712

GSM-Projekt: Schweinswalbeobachtungen in der Ostsee melden

© Foto: Gino Vecchione

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